Paddock mit Ecoraster wetterfest machen

Zu einem Offenstall gehört auch eine wetterfestes Paddock, das sich auch bei längerem Regen nicht in eine Sumpflandschaft verwandelt. Eine einfache Drainage reicht in den meisten Fällen nicht, um einen stark frequentierten Auslauf über eine längere feuchte Periode oder anhaltendes Tauwetter trocken zu halten.

Eine Befestigung des Untergrunds mit Ecoraster-Platten hat sich bewährt und wird erfolgreich eingesetzt. Diese Gitterplatten werden in Segmenten  von 33cm x 33cm geliefert, die sich über ein praktisches Stecksystem schnell zu großen Flächen zusammenstecken lassen.

Die Wabenstruktur verhindert, dass der Untergrund durch die starke punktuelle Belastung durch die Hufe nicht verdichtet und mit dem Untergrund vermengt wird. In den Waben befindet sich später eine lockere, unverdichtete Sandschicht, durch die das Wasser gut ,  kann. Zusätzlich kann diese Schicht auch eine gewisse Wassermenge speichern, falls die darunterliegende Schicht das anfallende Wasser nicht schnell genug abtransportieren kann.

So wird Ecoraster verlegt

Bevor Ecoraster verlegt wird, sollte ein ebener Untergrund aus Schotter geschaffen werden. In diesem Schotter werden Drainagerohre verlegt. Durch die verbundene Gitterstruktur wird die Belastung später auf eine große Fläche verteilt, sodaß eine Beschädigung der Drainage vermieden wird.

Um die Schotterschicht vor dem Einsickern von Sand und Schmutz zu schützen, wird diese mit einem Flies abgedeckt. Auf dem Flies wird eine dünne Sandschicht verlegt um für die Ecoraster–Platten eine möglichst ebene Grundfläche herzustellen. Auf dieser Schicht werden die Ecoraster-Elemente verlegt.


Anschließend erfolgt die lockere Verfüllung mit Sand. Sind die Waben locker verfüllt, kann die Tretschicht aufgetragen werden. Hier sollten ca. 5cm Sand aufgetragen werden. Diese Schicht sollte man mindestens einmal im Jahr abtragen und erneuern, da der Sand durch Pferdeäpfel, Urin und gegebenenfalls von der angrenzenden Weide eingetragenen Schmutz stark verunreinigt wird.

Ein so aufgebauter Paddockuntergrund ist erfahrungsgemäß auch nach starken Regenschauern schnell wieder abgetrocknet.

Ecoraster hat aber auch seinen Preis. Pro Quadratmeter muss man je nach Abnahmemenge mit etwa 10 Euro rechnen für die 3cm Variante und 14 Euro/qm für die 5cm Varianten. Neben Ecoraster gibt es auch noch andere Hersteller, die sehr ähnliche und auch preislich vergleichbare Produkte anbieten.

5 thoughts on “Paddock mit Ecoraster wetterfest machen

  • 8. Dezember 2011 at 13:55
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    Wie sind Eure Erfahrungen mit der Haltbarkeit? Können diese Plastikraster die Belastung auch nach 3-4 Jahren noch aushalten, oder gibt es Abnutzungserscheinungen?

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    • 20. November 2016 at 17:29
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      Die Gitter sind nun seit über 5 Jahren im Einsatz. Abnutzungserscheinungen gibt es nicht. Allerdings haben wir den Sand als Tretschicht durch Ringloch-Gummimatten ersetzt, was bestens funktioniert.

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  • Pingback: Mauke bei Pferden in Offenstallhaltung | Offenstall.org

  • 11. März 2017 at 02:07
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    Muss ich vom Bauamt die Trockenpaddockfläche genehmigen lassen? Wenn ja, muss ich exakt den Legeplan der Drainage, Raster etc. vorlegen und welche Materialien ich verwenden werde? Gibt es dahingehend Tipps für Formulierungen? Auch wenn ich eine Doppelnutzung des Paddocks als kleinen Reitplatz beabsichtigte? Wie ist es mit komplett gepflasterten Bereichen? Die muss ich wohl auch genehmigen lassen, oder? Wir kaufen eine ehemalige landwirtschaftliche Hofstelle. Die inoffizielle Zusage vom Bauamt, dass wir es als Pferdehof umnutzen dürfen, haben wir. Ich möchte einen Offenstall daraus machen und Bereiche, wo es Heu geben soll, pflastern. (Andere Befestigungsvorschläge zwecks Reinigung?) Der Hof liegt MD im Innenbereichen (Dorf), ist aber am Rand, es ist ein kleines Dorf. Muss ich Ausgleichsbepflanzungen vornehmen? Momentan ist der geplante zu befestigende Auslauf Wiese zwischen den Stallungen. Alles „bebaubar“ theoretisch. Wo erfahre ich, welche Zäune dort „erwünscht“ sind? Danke schon einmal im Vorraus – eine super Seite!!!!!

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    • 24. März 2017 at 14:07
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      Genehmigung ist erforderlich, insbesondere, wenn es die Größe eines Reitplatzes betrifft. Einfach beim Bauamt nachfragen, was die in dem Fall wünschen.

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